Kinderbilder im Internet
Des öfteren wurde ich gefragt wie das aussieht mit der Veröffentlichung von Bildern / Fotos / Filmen von Kindern im Internet.
- Darf man das?
- Macht man das?
- Biete ich mein Kind einem Vergewaltiger regelrecht an nur weil ich ein Foto veröffentliche?
Auch das Zusammenspiel mit Namen und Fotos bzw. und mit persönliche Daten ist in vielen Foren schon besprochen und mitunter auch heiß diskutiert worden. Wir leben im Informationszeitalter und im Internet nicht präsent zu sein ist nahezu unmöglich (teleauskunft.de).
Oft wird auch gesagt das es nur um das persönliche Ego der Eltern ginge. Klar bin ich stolz auf mein Kind. Und wenn ich mehr als nur eine Person gekannt hätte die unsere regionale Tageszeitung abonniert hätte, hätte ich wahrscheinlich auch ein Anzeige in der Presse geschaltet.

Ultraschallaufnahme meines Kindes
So habe ich mich eben für das Internet entschieden und das sogar schon vor der Geburt. Und es geht auch dabei auch nicht nur um mein persönliches Ego! Großeltern, Freunde und Verwandte freuen sich mit mir über die Bilder. Und Dank Internet nahezu in Echtzeit.
Zack… und schon wieder weiß jeder das ich Vater werde (Stand: 2002) … aber wen Interessiert es? Und was kann ein böser Mensch damit anfangen? Eigentlich doch nichts.
Heute ist mein Kind älter, es nimmt an Wettbewerben vom Sportverein teil, macht Aufführungen in der Schule taucht auf Fotos von öffentlichen und örtlichen Veranstaltungen in der örtlichen Presse auf und da inzwischen fast alle Zeitungen einen Internetauftritt haben ist der Weg in’s WWW auch geebnet.
Ich denke allein die Existens von Fotos und eventuell auch der Name stellt noch kein Risiko dar. Klar wer nicht googlebar sein will darf seinen Namen nicht dazu veröffentlichen. Wenn jedoch jemand mein Kind aufspüren wollte, dann braucht der gar nicht umständlich im Netz suchen, sondern könnte es auch sehen, wie es aus meinem Haus kommt. Wann und wo welche Sport.- Musik.- Theater.- Spielgruppen trainieren, kann sich der vermeintliche Kinderschänder auch über den Verein holen. Oder er wird praktischerweise gleich Jugendbetreuer, Übungsleiter oder einfach gleich Priester.
Prinzipiel gilt für Medien im Internet jedoch die Frage: “Kann mir/uns das eventuell schaden?”
Definitv JA.
So macht z.B. die ärztliche Schweigepflicht wenig Sinn wenn der Patient sich in Social Communities (wer-kennt-wen.de, StudieVZ.de, Facebook, etc.) in Gruppen einträgt wie “Selbsthilfe Borderline”, “WAS TUN BEI >> ADHS ?”
Fragen darf der Personalleiter die Bewerberin ja nicht ob sie in andren Umständen ist. Die Mitgliedschaft bei: “Ich bin Schwanger und freu mich drauf” reicht. Noch schlimmer finde ich wenn andere mit hineingezogen werden. Auch da gibt es genügend Beispiele: “Angehörige Alkoholkranker”, “Mein Kind nimmt Drogen, was tun?”. Auch sogenannte Party Gruppen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Genauso sieht es mit Fotos aus.


Und was einmal im Internet ist,
ist für IMMER und JEDEN sichtbar.
Das Arbeitgeber ihre Bewerber inzwischen ausgoogeln und auch in sozialen Netzwerken nachschauen sollte inzwischen bekannt sein. So motivierend auch für ein Kind die Ablichtung im Internet in seiner Fördergruppe sein kann, so niederschmetternd kann nachher das Mobbing der Mitschüler sein. Und das alles ohne auch nur ein Bild dabei zu haben!! Die Verantwortung liegt also bei jedem selbst. Übertiebene Hysterie halte ich genauso für übertrieben. So kann ein solider Internetauftritt durchaus hilfreich sein. Soziales Engagement wird genauso positiv gewertet und kann bei der Jobsuche durchaus hilfreich sein. So werden zum Beispiel Vereine mit positiv Image durchaus auch positiv bewertet. Auch da immer entscheiden. Genauso wie ich mich im Internet präsentiere genauso möchte ich auch im Realen Leben erscheinen.
Weitere Infos auf: http://schau-hin.info


